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Vereinsgeschichte

  • 1899 in Rostock mit Sitz in der Hansestadt geründet.
  • 1912 feierliche Eröffnung der „Rostocker Hütte“ im Maurertal/Osttirol.
  • 1945 endeten die Aktivitäten des Alpenvereins in der sowjetisch besetzten Zone, für die Rostocker waren die Alpen unerreichbar.
  • 1955 Neugründung der Sektion Rostock in Marktheidenfeld im Regierungsbezirk Unterfranken.
  • 1991 die Sektion Rostock – Marktheidenfeld benennt sich in Sektion Main-Spessart  um und macht den Weg zur dritten Neugründung der Sektion Rostock mit erneutem Sitz in der Hansestadt Rostock frei. Damit beenden die Unterfranken auch ihre Aktivitäten auf der zwischenzeitlich baulich erweiterten Essener-Rostocker-Hütte. Die Alpenvereinshütte wird nun komplett durch die Sektion Essen geführt.
  • Bis zum heutigen Tage wächst die junge Sektion Rostock und bringt sich aktiv in das Vereinsleben des Deutschen Alpenvereins ein. Die Liebe zur Rostocker Hütte blieb bestehen, die Essener-Rostocker-Hütte sowie die Sektion Essen erhalten viel Unterstützung aus der Hansestadt.
  • Mitgliederstand 2018: über 1.200
Vereinsgeschichte Sektion Rostock mehr ...
Die Rostocker Hütte kurz nach der Errichtung auf einer aus dem Jahr 1912 stammenden Aufnahme
Die Rostocker Hütte kurz nach der Errichtung
auf einer aus dem Jahr 1912 stammenden Aufnahme

Im Frühjahr 1899 gründeten 29 Alpenfreunde die Sektion Rostock im Sektionslokal „Rostocker Hof“ in der Hansestadt. Erste gemeinsame (dokumentierte) Ausflüge führten die Bergfreunde ins Wariner Land.

1902 trat die Sektion mit dem großangelegten 3. Stiftungsfest in die Öffentlichkeit. Das Hotel „Fürst Blücher“ wurde in eine Gebirgslandschaft umgestaltet und 130 Teilnehmer nahmen an dieser Festveranstaltung teil.

Bis 1907 ist die Sektion auf über 150 Mitglieder gewachsen und es wurde die erste Printausgabe über „Fahrtenberichte“ in die Berge veröffentlicht.

Ab 1910 beschäftigten sich die Vereinsmitglieder mit den Gedanken an eine eigene Sektionshütte in den Alpen. Von 1911 bis 1914 wurden diese Bestrebungen immer bedeutsamer angegangen, es gab viele Tätigkeiten in und um die Rostocker Hütte. 1912 mit der feierlichen Eröffnung waren die Arbeiten an der Hütte noch nicht abgeschlossen.

1914 gingen der Ausbruch, der Verlauf und die Folgen des 1. Weltkrieges auch an die Sektion Rostock nicht spurlos vorbei. Inflation und Devisenschwierigkeiten machten Reisen nach Österreich und somit auch die unmittelbare Verbindung zwischen den Sektionsmitgliedern und ihrer Hütte unmöglich. In den schwierigen Folgejahren beeinflusste das politische und wirtschaftliche Umfeld die Liebe zu den Alpen.

Die Zeiten wurden nicht besser, 1939 erstarb das alpine Vereinsleben mit Ausbruch des 2. Weltkrieges. Mit Ende des Krieges waren die Rostocker ab 1945 gänzlich von den Alpen und ihrer Hütte getrennt.

Auf Grund der politischen Entwicklungen interessierten sich ab 1954 Bergfreunde in Marktheidenfeld im Regierungsbezirk Unterfranken für die Rostock Hütte und gründeten mit 24 Mitgliedern 1955 in Marktheidenfeld die Sektion Rostock. Die neuen Rostocker kümmerten sich auch um die Bewirtschaftung der Vereinshütte.

Die Sektion Essen im Deutschen Alpenverein hatte in ihrer Geschichten mehrere Hütten auf tragischer Art und Weise verloren. Durch den Alpenverein wurde der Standort der kleinen Rostocker Hütte als sehr gut eingeschätzt. Eine Erweiterung der Kapazitäten wurde durch Bau der Essener Hütte direkt neben der Rostocker Hütte mit einem Verbindungsbau erreicht. Die Eröffnung erfolgte 1966. Anfangs wurden die Hütten beide Sektionen bewirtschaftet.

1972 benannte sich die „Sektion Rostock mit Sitz in Marktheidenfeld“ in „Sektion Rostock-Marktheidenfeld“ um.

Ab 1990 gab es erste Kontakte von Bergfreunden aus der Hansestadt Rostock zur Sektion Rostock-Marktheidenfeld. Im weiteren Verlauf nannte sich die Sektion „Rostock-Marktheidenfeld“ in Sektion „Main-Spessart“ um. In der Hansestadt gründete sich erneut die Sektion Rostock im Deutschen Alpenverein.

Zwischenzeitlich wurde die Bewirtschaftung der Rostocker Hütte an die Sektion Essen komplett übergeben. Dass die neugegründete Sektion keine eigene Hütte mehr besitzt, ändert nichts an der Liebe zur alten Rostocker Hütte.

In den Folgejahren wächst und wächst die Sektion Rostock, bis 2018 auf über 1.200 Mitglieder. Mit steigenden Mitgliederzahlen ist auch eine Zunahme der Vereinsaktivitäten festzustellen. Der Verein bietet allen Alters- und Interessengruppen viele alpine Möglichkeiten (u.a. Klettern, Bergwandern, Skifahren).

Auch die Essener und Rostocker Hütte ist mit den Jahren nicht in Vergessenheit geraten. Der erste Schritt ist der Abschluss einer Hüttenpatenschaft zwischen der Sektion Essen und der Sektion Rostock. Die Sektion Essen erfährt viel Unterstützung aus der Hansestadt. Seit 2016 können sich Bergfreunde auf über 2.200 Höhenmeter vor der Essener und Rostocker Hütte in einem Strandkorb aus unserer hanseatischen Heimat erholen.

Ebenso ist zu den Vereinsmitgliedern der Sektion Main-Spessart eine innige Freundschaft entstanden.

Quelle: Festschrift 100 Jahre Sektion Rostock/Maktheidenfeld Main-Spessart